Hauptsache raus - der OUTDOOR-Podcast

Hauptsache raus - der OUTDOOR-Podcast

Alles über Wandern, Trekking und das Leben im Freien

Transkript

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Christine Thrümer: Hauptsache raus, der Outdoor-Podcast. Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Hauptsache raus, dem Podcast des Outdoor-Magazins. Heute wieder an der Special Edition Türmer trifft. Ja und wen treffe ich heute? Heute treffe ich eine gleichgesinnte Seele. Und zwar in vielerlei Hinsicht. Wir teilen viele Leidenschaften für schräge Outfits, für das Zelten, für dass draußen sein. Ja, wen treff ich? Vigald Boning. Ich freue mich. Guten Morgen. Ja. Wie schön. Einen wunderschönen guten Morgen, wie geil! Ich freue mich riesig, dass wir heute wieder mal plaudern können. Und erste Frage, ich meine, die meisten kennen dich ja von, was du gerade eben machst. Deswegen, warst du heute schon schwimmen?

Wigald Bohning: Heute war mein 1369. Badetag in Folge, ich befinde mich in einem Familienurlaub auf der Insel Mallorca und da gibt's vor diesem Haus einen kleinen ungeheizten Pool. Da war ich drin, am Beckenrand saß mein Sohn Theodor und hat mir Witze vorgelesen aus einem Witzevorlesebuch für Erstleser. Also ich hatte sogar Poolanimation sozusagen heute, was Wonderes.

Christine Thrümer: Ach, wie schön. Ich war ein bisschen in Sorge, was das WLAN anbetrifft, aber alles hervorragend. Also wir sehen und hören uns großartig, ne? So. Mach den Eindruck. Hoffen wir, dass es so bleibt. Ja. So, ich habe durch dich einen Begriff gelernt, also ich kenne ja den Suhiker, den Langstreckenwandererslager, aber ich habe einen neuen Begriff gelern, nämlich ein Streak. Du bist quasi ein Streake-Freak. Ja. Möchtest du uns...

Wigald Bohning: Mal erklärt, was ein Streak ist. Also Streak aus dem Englischen heißt eigentlich Strähne. Ich bin über das Wort das erste Mal gestolpert. Anfang des Jahrtausends, da hatte ich so ein paar Marathonläufe absolviert und dachte, in welche Richtung kann man sich denn da jetzt sportlich als Enddreißiger hinein entwickeln. Und dann las ich über Läufer, die jeden Tag laufen gehen, streaken, also ein Laufstreak absolvieren. Heute wird das Wort ja häufiger verwendet, oft im Zusammenhang mit Apps auch, also Vokabellernen, Streak-Apps und so. Naja, und dann dachte ich, da gibt es ja sehr beeindruckende Sportler-Persönlichkeiten, die mitunter seit 50 Jahren jeden Tag joggen gehen. Es gibt auch die Association of the American Street Runners oder so ähnlich. Also das ist auch der Weltverband der Street Runner gleichzeitig. Da gibt es da also ein Regelwerk. Ich habe es beim Laufen nie auch nur bis zu einem Jahr geschafft. Genauso wenig mit dem Fahrrad fahren, aber beim Schwimmen, was mir logistisch viel heikler vorkam. Da bin ich jetzt im vierten Jahr mittlerweile.

Christine Thrümer: Also ich möchte das mal kurz recherchieren, ich habe, also wie galt Overdose quasi, weil ich habe durch deine Bücher mich gelesen und um das mal zu rekapitulieren, du hast einen Marathon-Streak gemacht, da bist du jede Woche einen Marathon gelaufen, da sind wir schon mal beim ersten Streak. Ja, auch mal gemacht, ja, richtig. So, dann haben wir, da wollen wir heute natürlich tourbedingt für Auto am meisten drüber reden, du hattest einen Zelt-Sstreak gemacht. Du hast 204 Mal in Reihe gezeltet. Ja. Und? Du hast einen Schwimmstreak, meine Zahlen sind veraltet, ich hatte noch 1.367, du bist aber jetzt schon bei 69, oder? So ist das. Ja. In Reihen, ne? Ja. So, jetzt, Frage. Du weißt ja, ich bin ja die meistgewanderte Frau der Welt. Das ist mir völlig bekannt. Ich bin ja seit 20 Jahren unterwegs. Ja. Mach ich auch einen Streak?

Wigald Bohning: Ja nicht jeden Tag, ne? Also ich habe mir angewöhnt, mir mein Regelwerk jeweils selber zusammen zu basteln. Also das ist für den mündigen Bürger, ist das mal das kleine Einmaleins, dass man sich die Sportdisziplinen, in der man da antritt, selber zusammen bastelt, dann obliegt man auch nicht den merkwürdigen Entscheidungen irgendwelcher Kampfgerichte. Also von daher, wenn du sagst, ich mache einen Wunderstreak, dann ist das ein Wunderstreek. Punkt. Bei mir ist es das Regelwerk ganz einfach, ich sollte kein Dach überm Kopf haben, aber Ich lege durchaus Wert darauf, dass ich tatsächlich einmal im Laufe eines kalendarischen Tages irgendwo eintunke. Das kann zur Not auch eine Pfütze sein. Also was dann baden ist, das muss man im Einzelfall neu aushandeln, aber bisher hat das immer so geklappt, dass es ... Hinhaut, sodass ich sagen konnte, jawoll, ich habe heute draußen gebadet. Wie lange ich mich im Wasser aufhalte, spielt überhaupt gar keine Rolle.

Christine Thrümer: Ja, ich hab dich schon durch Röhren, Planchen sehen in Tonnen, in Feuerwehr, Wassertanks und ich habe auch schon gesehen, du bist auch schon mit dem Gesetz in Berührung gekommen, mit dem Gesetzt des Hütern. Am Reichstag wurdest du da abgefangen, wenn ich das richtig gesehen habe.

Wigald Bohning: Das war was Neues. Ja, also ich bin auch schon mal aus dem Wasser gefischt worden, am Hollersee in Bremen vor zwei Jahren von netten Parkwächtern und als ich fragte, was bin ich denn jetzt euch schuldig, da sagte ich, nein, das ist eine unentgeltliche Verwarnung, aber wir hätten gerne ein Selfie. Das ist natürlich sehr, sehr schön, aber Leute, am Reichstag war die Sache anders, weil wir waren nun allerdings auch in Sichtweise der Videoüberwachung und so kamen dann zwei Beamte der Bundestagspolizei. Das war schon mal sehr, sehr spannend, weil ich gar nicht wusste oder ich hatte schon mal gehört, aber ich hatte es wieder vergessen, dass der Bundestag über eine eigene Polizei verfügt. Die haben auch eigene Uniformen mit einem eigenen Bundestags, einem Bundesartler-Logo, das ich gar nichts zuordnen konnte. Und die sagt immer, sie müssen sich zum Sachverhalt nicht äußern. Und ich war mit meiner Schwimmkollegin Petra aus Berlin und wir beide waren leicht eingeschüchtert, weil wir überdachten, wir müssen uns nicht zum Sachverhalt äußern um Himmels Willen, was gibt's denn da zu verbergen? Wir sind hier ganz normal im Wasser gewesen. Und haben den Schiffsverkehr nicht behindert, es waren keine Schiffe dort, also das ist der Sachverhalt. Ja, aber sie müssen sich zum Sachverhalten nicht äußern. Dann stellten die aber fest, dass sie gar nicht zuständig sind und uns übergaben an die Landespolizei Berlin. Das dauerte aber eine Weile, bis die eintrafen und in der Zeit habe ich sehr stark gefroren und mich erkältet. Also ich kann nur dazu appellieren, bei der Festlegung der Bußgeldhöhe. Weil wir wissen sonst nicht, wir bekommen Post, wurde uns mitgeteilt, da wollte man bitte berücksichtigen, dass ich schon mit einer sehr, sehr starken, hartnäckigen Bronchitis zu kämpfen habe seit dieser Wartezeit. Vielleicht kann man das miteinander verrechnen, da wäre ich sehr dankbar.

Christine Thrümer: Also ich drückte die Daumen, ich hab auch mal den Fehler gemacht, ich bin vor einer Polizeistreife bei roter Ampel rechts abgebogen, obwohl ich das da gar nicht hätte dürfen, ich wurde sofort angehalten, da wurde mein Fahrrad untersucht, dann musste ich eine lange Diskussion mit den Beamten führen, ob jetzt die reflektierende Streifenbeleuchtung an meinen Reifen ausreichend ist. Sie meint, ich müsste mich jetzt bei der Polizeistation vorstellen, weil die Reflektoren fehlen und ich hab dann mit Verweis auf die Straßenverkehrsordnung gesagt, nein, Es reicht, wenn die Reife reflektiert. Der Polizist hat mir dann erklärt, es ist mir doch egal, wenn sie dann umkommen, wenn sie dann sterben beim nächsten Unfall, warten sie, sie bekommen Post von uns. Ich warte da bis heute seit fünf Jahren, also oft, sind dann die Beamten der Ansicht, also wahrscheinlich hat dann schon das gereicht als Einschüchterungsmoment, ne? Warten wir mal ab. Ja. Ich drücke dir die Daumen. Das ist nie. Danke. Ich muss sagen, bei der Vorbereitung habe ich mich durch sehr viele Bücher gelesen, da bin ich auf etwas gekommen, das waren wir bei unserer ersten Begegnung gar nicht klar. Du hast quasi in jungen Jahren, du hast bereits 1995 das Langstrecken-Wanderer-Lied überhaupt geschrieben. Ja, tatsächlich. Die Hymne der Langstrengen-Wanderer heißt, nimm mich jetzt, auch wenn ich stinke.

Wigald Bohning: Das ist tatsächlich ein Appell für eine gewisse Natürlichkeit, auch im Umgang mit den olfaktorischen Folgen sportlicher Betätigung.

Christine Thrümer: Also ich war begeistert, mir war das überhaupt nicht klar, dass du schon 90, das war Nummer eins in den Single-Charts, also das ist wirklich wie für Menschen wie mich geschrieben. Ich weiß, kannst du den Text noch auswendig? Das sollte.

Wigald Bohning: Das sollte Ohren, Schmalz, Kragen, Speck, Mundgeruch und Nagel... Achselschweiß im Überfluss, Fettfrisur und Käsefuß. Nämlich jetzt auch wenn ich stinke, denn sonst sage ich Winke, Winke und Goodbye. Denn dort drüben an der Lampe ist auch schon die nächste Schlampe für mich frei. So war der Text damals. Also, das würden man heute vielleicht etwas anders dichten.

Christine Thrümer: Aber ich hab' dich da gleich ins Herz geschlossen, ich dachte, das ist, äh, ja, also ehrlich war, ein Gleichgesinter, der das irgendwie versteht, weil das ist tatsächlich eines der Hauptprobleme beim Wandern und ich habe auch festgestellt, bei deinem Zeltstreak, wovon ich sagen muss, also ich muss hier gleich mal, also muss ich mich mal selber loben. Also du hast zwar 200 Nächte in Folge gezeltet, aber das ist gerade mal ein Zehntel meiner Zeltnächte. Also ich habe...

Wigald Bohning: Das ist ja Pille-Palle verglichen mit dem, was du da machst. Und ich bin in der Rückschau auf meinen Zelt Street, kann ich nur sagen, das hat jetzt für ein unterhaltsames Buch gereicht, aber das Argument dafür, damit aufzuhören, war ja, dass wir in Tschernobyl treten und da darf man nicht zelten. Das ist aus meiner heutigen Sicht, mit meiner Lebenserfahrung, natürlich eine ganz schwache Ausrede. Also, da wird man ja wohl... Da sollte man doch ein bisschen den Mumm gehabt haben, eigentlich irgendwie aus dieser Pension, in der wir in der Nacht eingeschlossen waren, doch zu entfliehen, um ein Zelt irgendwo aufzuschlagen. Um wenigstens pro forma dort mal zwei, drei Stunden zu verbringen. Also so verstrahlt kann man ja gar nicht sein, dass man das nicht hinkriegt. Also da bin ich etwas, hadere ich mit mir selbst in der Rückschau. Aber an dieser Stelle natürlich, die wahre Zeltstreakerin bist natürlich du, das ist ja klar. Da kann ich dir überhaupt nicht das Wasser reichen. Ob deine Dauerwander-Tätigkeit natürlich alles schlägt, was irgendwie kreucht und fleucht, da möchte ich mich mal als willigen Eleven einordnen von dir und nicht irgendwie auf Augenhöhe. Gar nicht. Nein, nein.

Christine Thrümer: Aber ich fand das sehr erheiternd, also die Erkenntnisse, die du ja ähnlich wie ich gesammelt hast. Ich würde das noch mal kurz einhaken mit dem Tschernobyl. Ich bin auch da in deine Fußstapfen getreten. Ich war vor zwei Jahren wandern rund um Fukushima.

Wigald Bohning: Ah ja, okay. Ja, richtig. Genau. Ich hörte davon.

Christine Thrümer: Genau, und da kannst du tatsächlich zelten, also das, ich finde das jetzt nicht lustig, weil das In-Shadow-Bild hätte ich jetzt an deiner Stelle wahrscheinlich auch nicht unbedingt direkt nebendran gezeltet, aber in Fukushima haben die das Ganze dekontaminiert und haben einen Wanderweg gebaut, da muss man auch Japaner zu sein, um das zu machen, da kannst du im Umkreis von weniger als vier Kilometern um das Havariette-Kernkraftwerk rumlaufen, da hatte ich auch ein Wandererlebnis, was ich noch nie hatte, du wanderst da an lauter Geigerzählern vorbei. Und ich habe natürlich sofort den Wert gecheckt und stellte fest, dass wirklich alle Haare lebt, ist der Sondergleichen. Durch die natürliche Radioaktivität ist die Strahlenbelastung im deutschen Schwarzwald doppelt so hoch wie aktuell in Fukushima. Ja, ja, siehst du. Also wenn du quasi diesen Schmach, dass du damals in Tschernobyl nicht ausgepüxt bist, wettmachen willst, Tschernobil ist jetzt im Moment kriegsbedient etwas schlecht, aber Fukushima kann man ähnliche Kraftwerkszeltplätze finden.

Wigald Bohning: Wir müssen die Zuhörer aufklären, dass wir uns schon einmal begegnet sind, nämlich zu einem üppigen Frühstück, das wir mal gemeinsam in München genossen haben. Und damals, kann ich mich erinnern, hast du mir auch diese Gegend dort empfohlen, sogar zum Familienurlaub, weil man da preiswert Badeurlaub machen kann, all inclusive und das sind super Orte, die zu Unrecht nicht so viel besucht werden. Und ich bin seitdem noch nicht da gewesen, noch nicht, vielleicht wird das dann demnächst mal was. Warst du schon mal in Japan?

Christine Thrümer: Noch nie. Siehst du, jetzt, also ich wandere ja mit dem Devisenkurs und also immer da, wo es gerade am günstigsten ist und ich sage dir, Japan ist aktuell, weißt ja, der Japanische ist auf historischem Tiefstand und deswegen, wenn, wenn ich jetzt dann, also wann dann, ne? Jetzt ist der aktuelle, jetzt ist der aktuelle, aber ähm... Ich muss sagen, ich habe deiner voller Begeisterung dein Buch gelesen. Ja. Mit dem Zelten. Wir sind zu ähnlichen Erkenntnissen gekommen. Aha. Ja, und du leidvoll. Also, ich dachte, als du in München dann in die Zeltfachhandlung gegangen bist ... Ja. Und du kauftest dir ein rotes Hilleberg-Aktur. Ich saß im Zug, als ich gelesen bin, ich wollte schon schreien, nein, wie geil, nein! Nein, kaufe ich nicht! Nein, nein. Kaufe es nicht.

Wigald Bohning: Ich bin später dahinter gekommen. Ich dachte, das ist schlau, wenn man ein signalfarbenes Zelt hat, weil man dann zum Beispiel von abbrechenden Eisschollen im Nordpolarmeer leichter vom Rettungshelikopter aus gesehen und geborgen werden kann. Allerdings gibt es ja in Deutschland, wenn mal dort vorwiegend unterwegs ist, selten abbrechen Eissschollen, auf denen man abtreiben kann. Also dementsprechend muss einen auch ein Helikopterselten aus der Luft sehen können. Im Gegenteil. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es viel günstiger ist, Tarnfarben unterwegs zu sein, damit man sich in öffentlichen Parkanlagen besser verstecken kann. Dann hat man weniger. Da hat man ruhigere Nächte, sagen wir mal so. Also ich wollte.

Christine Thrümer: Es ist schade, dass wir das damals noch nicht kannten. Hätte ich dich gleich beraten können. Aber das rote Zelt, du hast das dann so selbst für dir gerecht, weil dich hat auch einen Vorteil. Und zwar für, also schon wieder ein neues Wort, was ich von dir gelernt habe, für die Selfies. Ach so, ja.

Wigald Bohning: Das sieht natürlich schick aus, genau.

Christine Thrümer: Also Selfies, also falls ich mich nicht erinnere, also Z-E-L-F-I-E, also nicht Selfies oder ein Selfie. Und davon gibt's ja in dem Buch jede Menge. Und da wirkt natürlich das Rot sehr viel schöner. Deutlich, ja. Und ich muss jetzt bei meinen Wandern denn genossen, also auch dazu sagen, die meisten kaufen sich deswegen auch ein rotes Set, damit das eben in den Fotos irgendwie sexier aussieht, ne? Aber rein praktisch ...

Wigald Bohning: Willst du ein kamuflagefarbenes Zelt haben? Das ist, wenn man ein bisschen länger dabei bleibt. Und dafür haben die 200 Nächte gereicht. Also ich weiß daher, was tatsächlich unter praktischen gesichtsvollen Punkten günstiger ist. Und da ist Kamuflage, gewisse praktische Überlegungen leicht aufbauen sollte man es können. Die Sturmfestigkeit ist gar nicht so entscheidend, wenn in Deutschland unterwegs ist, weil man sich zur Not irgendeine Wand suchen kann, in deren Schatten man das Zelt Also da gibt es so ein paar Dinge, die lernt man dann aber auch relativ zügig, genau.

Christine Thrümer: Was aber gleich mein Herz erwärmt hat, da muss ich sagen, da bist du und Freier Hoffmeister und ich sind in einem exklusiven Club. Wir sind die einzig Bekennenden, also die öffentlich Bekennen, dass sie zum Pinkeln nachts nicht rausgehen. Ich saß im Buch und ich hätte dich umarmen können, ich dachte, endlich jemand der mich versteht. Weil ich predige das auch immer, nachts zum Pinkelen rausgehen, du bist hellwach, es bringt diverse logistische Promeleme, du fällst über irgendwas drüber, bei mir einfach dreckige Stöcke, du kreist gern in die Brombeerstacheln oder in die Giftehfeuer, also alles ganz schrecklich. Aber du hast das sozusagen noch bis zum auf die Spitze getrieben. Also ich verwende ja als Nachtopf einfach mal einen Kochtopf. Sehr gut. Der wird dann also umfunktioniert. Ja. Und du hast einen, also das Wort fand ich schon so großartig, du hast eine Reichweite.

Wigald Bohning: Verlängerer im Einsatz. Ein Freund, der sich in der Luftfahrt auskennt, der gab mir den Tipp, also ist gar nicht meine Erfindung, Reichweitenverlängerer, das ist ein Gerät, sieht aus wie eine Filmdose und oben ist ein Gummi-Sack dran, der gefüllt werden kann, also wie eine Tüte quasi. Und den hatte man früher auf Doppeldeckern in den 20er Jahren dabei, um eben länger als Pilot unterwegs sein zu können, weil man dann den Reichweiteverlängerer zum Einsatz brachte, wenn man dringend pinkeln musste. Kann natürlich genauso gut eine Punika-Flasche nehmen oder so etwas. Das ist egal. Auch die hatte ich ab und zu im Einsatz oder andere Behälter. Der Kochtopf ist natürlich eine besonders bezaubernde Idee, weil er mit dem Tabu aufräumt, dass man danach nie wieder daraus essen könnte. Doch, denn er lässt sich bekanntermaßen abwaschen. Aber das wissen viele Leute, ob man nicht. Also das ist zum Beispiel eine sehr gute Anregung, die ich jetzt von dir mitnehmen werde aus dem Gespräch.

Christine Thrümer: Ich muss noch dazu sagen, es hat noch einen weiteren Vorteil, weil der Ammoniak-Immurin wirkt leicht fettlöslich. Du sparst dir auch quasi noch das Spülmittel. Und dann einfach, wenn irgendwas angebrannt ist, nimmst du Sand oder Erde, rum ist alles falsch. Und dann mit kurzem, klarem Wasser ausspülen, schon ist die Sache wieder einsatzfähig.

Wigald Bohning: Pinkelst das Geschirr sauber, das ist mal ein Ansatz.

Christine Thrümer: Also erst mal vorspülen, da kannst du dann auch sozusagen Braunwasser oder Grauwasser nehmen und dann eben mit sauberem Wasser nachspülen. Aber Reichweitenverlängerer, das hast du also mehrfach geschrieben, das fand ich wirklich großartig. Klingt halt sehr ele. Und das heiße war der Luftfahrt...

Wigald Bohning: Wirklich also für diesen zweck gedacht richtig dafür ist dieses gerät wenn man überhaupt von einem gerät sprechen kann erfunden worden ja

Christine Thrümer: Okay, was hast du denn an wilden Erlebnissen im Zelt gehört? Du hast tolle Zeltplätze, die mir verschlossen blieben. Du warst zum Beispiel auf einem Fußballplatz.

Wigald Bohning: Platz bei Werder Bremen? Ja, das war was Besonderes. Ich bin Werder Bremen-Fan seit meiner Kindheit und war mit dem Verein immer so im Austausch und habe den auch immer mal so ein bisschen geholfen, PR-mäßig. Und irgendwann hatte ich dann doch die Idee, jetzt könnt ihr mir aber auch mal entgegenkommen. Und zwar, ihr habt ja dieses Stadion, das Weser-Stadion. Da würde ich gerne mal übernachten und zwar in einem Zelt. Da musste ich lange feilschen mit dem Greenkeeper, der hatte nämlich Angst, dass die Rasenheizung leidet, wenn ich die Heringe dort in den Boden eintreibe. Und man konnte sich dann einigen auf, ich weiß nicht mehr genau, 2,5 cm oder so, dann ist das in Ordnung. Ich habe dann lange überlegt, wo ich das Zelt aufschlagen darf oder sollte, ich habe mich dann für den Mittelkreis entschieden. Also der Anstoßpunkt, das ist genau der Punkt, auf dem mein rechtes Ohr zum Liegen kam in der Nacht. Ich habe aber wenig geschlafen, weil am darauffolgenden Tag ein Derby gegen den HSV stattfand und um einbringende Fans, die dort wohl Tradition sind. Besser unter Kontrolle zu haben, lief die Flutlichtanlage die ganze Nacht. Also es war sehr, sehr hell und die Rasenheizung, die hört man auch. Das ist so ein leichtes Rauschen die ganze nacht rüber. Also es waren wunderschön, aber nicht besonders schlafförderlich. Aber toll, dass ich es gemacht habe. Das war ein wirklich spektakulärer Zeltplatz.

Christine Thrümer: Es kam nicht zu einer Wiederholung, die ich habe gelernt. Am nächsten Tag hat Werder Bremen verloren beim Spiel und du fühlst dich ein bisschen schuldig.

Wigald Bohning: Ja, die Fußballer sind ja auch alle so abergläubisch. Die haben schon gesagt, wenn wir heute gegen KSV gewinnen, dann weißt du, was du zu tun hast. Du musst dann immer vorm Derby hier zelten, wo du es getan hast. Aber es war ein 0 zu 1 und man hat mich auch nicht wieder eingeladen. Also der soll mal bloß wegbleiben, dieser Camper, der für den Misserfolg sorgt. Dann ist es schade.

Christine Thrümer: Also die schrägsten Zeltplätze jetzt für Langstrengmann, die sind dir jetzt verschlossen geübt, weil deine Idee war ja beim Zelten, du willst keine feste Struktur über dir haben, du wolltest also eine Zeltplane. Die schrägesten Zelt-Plätze für Langstregmann, das sind eher in der Regel öffentliche Toiletten. Also ich habe ja nicht dieses Ding, ich muss ja draußen irgendwo übernachten. Und wenn das Wetter also ganz furchtbar wird, ist die eine der wenigen öffentlichen Strukturen, die zugänglich sind, sind eben Toiletten. In dieser Hinsicht empfehle ich, lege ich dir wirklich Wärmstes ans Herz.

Wigald Bohning: Ja, weil es schön sauber ist und natürlich, kenne ich aus dem Wim Wenders Film, also diese Kultur der raffinierten technischen Methode und alles mit höchster Hygiene, das ist natürlich einladend. Das kann ich mir vorstellen, also besser als in manchen Hotels in Europa.

Christine Thrümer: Die haben dann Musikberieselung, also du kannst ja sozusagen zum Einschlafen dir noch so ein bisschen Vogelgezwitscher zu haben, das ist da auf den öffentlichen Toiletten installiert, um irgendwelche unangenehmen Geräusche zu übertünchen. Du hast natürlich auch mal Wasser, Trinkwasseranschluss, also zum Händewaschen. Du hast also eine Unterbodendusche, also die öffentlichen Toilette dort sind nicht nur die Klobrillen bereits, sondern man hat auch von unten so eine Dusche und Föhn. Du kannst deine Sachen aufhängen und Meistens sogar Spesen und Schaufel, dass du dann also, wenn du da Erde hineinträgst, also wenn die da so im freien Sinne so, kannst du dann noch alles sauber machen. Also ich fand das groß.

Wigald Bohning: Aber wie groß sind die denn? Ich stelle mir vor, dass das doch ein bisschen beengt sein kann. Oder sind die einzelnen Kabinen deutlich größer als bei uns? Nee, leider nicht. Aber du belegst die ganze Toilettenanlage. Ja, das heißt also, ich lege den Kopf auch auf die Klobrille drauf, eventuell.

Christine Thrümer: Du hast ja den Gang frei. Also der Hintergrund ist, in Japan befinden sich die z.B. Immer an Schreinen oder Tempeln. So, und anders als bei hiesigen Religionen, bei monotheistischen Religionen wo man sich also einmal in der Woche trifft und Gottesdienst feiert oder so was, das heißt da sind dann die Kirchen ja immer im Stadtmittelpunkt. So ist es in Japan ganz anders. Dort ist Religion eher transaktional, du gehst nur dann zu deinem Gott wenn du was von dem willst und zwar zu dem Spezifischen. So und deswegen sind dort Schreine und Tempel ganz oft einfach außerhalb der Stadt und weil die, der auch Schintoisten sind, also Naturgötter und Naturgöttler wohnen halt an Naturdenkmälern, also an irgendwelchen Bäumen, Wasserfällen oder sonst was und dort nebendran befindet sich der Schrein. Also du hast dann sehr oft diese religiösen Anlagen in, irgendwo in der Pampa. Wo du auch als Wanderer vorbeikommst und für die Pilger dann halt nebendran die öffentlichen Toiletten. Das war ausgesprochen praktisch, ne? Perfektes Wanderland für unser Einerland, jaja. Ja, aber nur was das anbelangt, also was Klima und Luftfeuchtigkeit vor allem eher nicht, ne. Also, aber da muss ich sagen, Hut ab, du hast ja auch den ganzen Winter über durchgezeltet, das fand ich sehr beachtlich.

Wigald Bohning: Das fand ich gerade angenehm, weil du hast mit Insekten nichts zu tun, es riecht auch nicht so stickig, du hast immer frische Luft, das hat mir besonders gut gefallen. Also ich habe den Winter eigentlich als komfortabler empfunden im Vergleich zum Sommer.

Christine Thrümer: Was mich da gewundert hat, ich finde Winterzelten immer schwierig, weil du hast A, das hast du vielleicht jetzt nicht, aber wenn ich in der Pampa liege, es wird um 17 Uhr schon dunkel. Ich muss da in meinem Zelt bis morgens um 7 oder 8 ausharren. Und was tue ich denn dann, weil Du kannst ja im Winter schlecht irgendwas machen, Also kaum steckst du die Hände aus deinem Zeltfriedischen alles ein.

Wigald Bohning: Ja.

Wigald Bohning: Also ich war ja zum Beispiel auf den Shetland-Inseln, auch zusammen mit meiner heutigen Frau, die war dabei, auch im Januar, und das war, glaube ich, 17 Uhr wurde es dunkel. Das ist natürlich, um sich kennenzulernen, ganz ausgezeichnet, weil man besonders viel Zeit gemeinsam im Zelt verbringt und wenn man dann eine kleine Reisebibliothek dabei hat, also das waren da Kurzgeschichten von John Cheever, kann ich mich erinnern, dann kriegt man in einer Woche wunderbar all diese Kurzgeschichte durch und kann danach auch entscheiden, ob eine Hochzeit zu einem guten Ergebnis führt, ja oder nein. Also das ist sowieso ein Tipp, den ich allen Leuten gebe, die sich langfristig aneinander binden wollen, erstmal gemeinsam Wintercamping gehen. Also im Sommer ist ja relativ leicht. Dann sitzt man vorm Zelt und genießt die Wärme. Aber im Winter da gibt es mehr Potenziale. Also das Potenzial, sich zu mögen, sich kennenzulernen, aber auch das Potential, sich auf die Nerven zu gehen. In engem Raum natürlich.

Christine Thrümer: Das sagt man übrigens auch bei Langstreckenwanderern. Also beim Langstreckerwander, gerade diese US-Trails, da bist du ja fünf Monate am Stück unterwegs, ne? Wenn man sich dort kennenlernt, kennst du dich also wirklich in jeder noch so schlimmen Situation. Das ist also eine großartige Situation. Es gibt ja kein Entkommen. Du bist ja 24-7, hängst du da aufeinander in Situationen, die du irgendwie nicht unbedingt teilen möchtest normalerweise mit anderen Menschen. Das ist der richtige Herangehensweise. Ganz schwierig ist es, wenn du die Leute siehst, die dann zum Honeymoon, also in den Flitterwochen, eine Langstreckenwanderung machen können. Schlecht. Lieber vorher, lieber vorher.

Wigald Bohning: Lieber vorher, lieber vorher. Dann kann man natürlich noch die Konsequenzen ziehen, falls es nicht funktioniert, genau.

Christine Thrümer: Ganz, ganz, ganz schlimm, die armen Menschen, sie wissen nicht, was die Junge zarte Sprost der Ehe, gleich ist es wieder hinüber. Aber du hast ja gelernt, dass es für dich besser ist, alleine unterwegs zu sein, nicht? Unbedingt. Ich meine, vor die Wahl gestellt, würdest du lieber alleine oder zu zweit sein?

Wigald Bohning: Das sind zwei unterschiedliche Disziplinen, die man gar nicht so richtig miteinander vergleichen kann. Also für mich ist das alleine sehr viel einfacher gewesen. Jetzt muss ich gar nicht drüber nachdenken, weil drei kleine Kinder, das wäre mir logistisch alles zu aufwendig. Und gerade im Winter. Schwierig mit einer fünfköpfigen Familie. Kann man machen, ist eine echte Herausforderung. Vielleicht stellen wir uns nochmal der Herausforderung, aber ich habe auch viele... Ihr wart noch nicht Familienzetteln. Ihr wart noch nicht- Ihr wart noch nicht Familienzelten? Doch, das haben wir schon gemacht, ja, ein paar Mal so. Das war auch immer sehr, sehr lustig. Aber jetzt wirklich ein Leben im Zelt zu verbringen, mit einer 5-köpfigen Familie, zumal im Winter, also das ist eine echte Herausforderung. Das machen viele Leute weltweit unfreiwillig, weil sie auf der Flucht sind oder so. Aber jetzt freiwillig haben wir jetzt keinen Anlass gefunden bisher. Aber wo ich jetzt so gerade drüber spreche, denke ich, man sollte das Thema mal wieder angehen. Meiner Frau waren die Matratzen zum Beispiel etwas zu dünn. Ich habe daraufhin drei sehr, sehr massive Schaumstoff-Matratzen besorgt. Ich war mal in Yukon im Winterzelten im Norden Kanadas. Und da gibt es Leute, die kennen sich aus. Ich war da mit Birgit Fischer, die kannte die Sportveranstaltung, bei der wir als Team antraten. Die Fulda-Challenge, das ist so ein Mehrsportarten-Wettkampf und da ist es serienmäßig dabei immer eine dicke 10 cm Schaumstoffmatratze, aber das ist natürlich nur möglich, wenn man nicht mit Fahrrad oder zu Fuß, sondern mit dem Auto die Matratze von Ort zu Ort fährt. Das sind dann lauter Details, die geklärt werden müssen. Also wir haben durchaus schon unsere Erfahrungen mit der Familie gemacht. Ich würde sagen, alleine mit dem Zelt unterwegs sein, das hat mir absolut Spaß gemacht, nach einer Phase der Ungewöhnung, kennst du ja auch, wenn man dann wieder richtig drin ist und man schläft so fest wie zu Hause, dann gibt es eigentlich keinen Komfortverlust. Also dann könnte ich auch jahrelang durchzelten, vielleicht mache ich das im Alter auch nochmal irgendwie, aber jetzt mit Familie ist die Sache ein kleines bisschen anders.

Christine Thrümer: Aber ich kann dich beruhigen, wie halt es gibt seit ein paar Jahren wirklich super gut aufblasbare Luftmatratzen, also Isomatten. Also da schläfst du, ich werde ja auch immer älter, ich hab die auch, die ist wirklich acht Zentimeter dick und da hast du also gegenüber dem Bett kaum mehr Komfortverlust. Einziges Problem ist, die Dinger sind natürlich sehr empfindlich. Wenn du dann irgendwie im Winter ein Loch hast, dann hast du wirklich ein Problem. Und da sehe ich auch den großen Unterschied zu dir. Ich hab so überlegt, so hm, weil du hast ja teilweise eben Hotel übernachtet und dann auf dem Balkon geschlafen. Richtig. Und da dachte ich immer so, hm, also für jemand, der dann halt, ja, also weil ich sitze dann halt teilweise beim Zählen wirklich und denke mir, oh jetzt hast du die Arschkarte gezogen. Also wenn dann halt der Sturm kommt oder so, ich hab ja nicht die Möglichkeit, mich irgendwo zurückzuziehen. Und das fand ich so, hm, warum geht er nicht in dieses warme Bett, ne? Also ich, ja, ja.

Wigald Bohning: Also ich wollte das halt jetzt tatsächlich auch so Streak-mäßig lückenlos durchziehen. Da kann man natürlich von heute drauf blicken und sagen, das war ja totaler Unsinn. Ja! Aber es ist dann auch wiederum ganz lustig, das so zu handhaben. Es gab ja auch so Leute wie, mir fällt jetzt gerade Moammar Gaddafi ein, der immer in einem Zelt von Ort zu Ort reiste und sich dann mit, keine Ahnung, Silvio Berlusconi oder wer damals was zu sagen hatte, in seinem Zelt traf, obwohl er natürlich auch in irgendwelchen Luxushotels hätte übernachten können. Also da ging es mir so ums Prinzip, muss man nicht so rigide Hand haben, ist natürlich Unsinn. Richtig. Du, du weißt...

Christine Thrümer: Dass du Politiker inspiriert hast. Kennst du Johannes Fechner? Joannis? Sagt dir das was?

Wigald Bohning: Ja, das kann ich. So, okay.

Christine Thrümer: Ich weiß nicht ob man von dir beeinflusst, aber der Johannes Fechner ist ein SPD-Abgeordneter im Deutschen Bundestag, der während der Sitzungsphase sagt, okay, was soll ich mit dem überhaupt ein... Ja, Instagram! Jetzt dämmert's. Das war's!

Wigald Bohning: Instagram, ich habe doch gerade bei Instagram einen Film gesehen und zwar ist er an dem schönen Park, der Campingplatz, den kenne ich bestens, habe ihn sofort erkannt und zwar am, heißt der Kaiser Wilhelm Kanal, also Einflugschneise, Flughafen Tegel, jetzt fliegen die Flugzeuge aber da ja bekanntlich nicht mehr, das ist ein wunderbar leiser, toller Camping-Platz auf der Grenze zwischen Berlin und Spandau sozusagen. Ja. Das ist ausgezeichnet, mit direktem Zugang zum Wasser. Ich hab's gesehen, hab noch gedacht, das finde ich kernig. Ah, von dem sprichst du. Ja, ja, natürlich.

Christine Thrümer: Schon gesehen. Und während der Sitzungswoche nimmt er sich eben kein Hotel oder keine Wohnung, sondern geht zelten. Er spart viel Geld auch. Er führt da also an, das wäre geselliger, also als Entspannung mit seinem Campy-Kolleg. Was mich aber so nicht erschlossen hat, weil ich habe mir sein Zelt angeguckt, der hat da also so ein Wurfzelt eines einschlägigen Sport-Discounters? Und er behauptet, er hängt seinen Anzug da drin auf. Also das konnte ich nicht nachvollziehen. Also in meinem Zelt würde kein Anzug halten. Ich meine vielleicht in deinem Hilleberg, in dein dem roten, hätte es funktioniert, ist das stabil genug. Aber das fand ich jetzt schon merkwürdig. Also hast du deine Klamotten da aufgehangen im Zelt? Ich hatte mitunter...

Wigald Bohning: Auch Anzug dabei. Aber ich hatte da nie ein Kleiderbügel oder so etwas. Das merke ich dann von innen irgendwie ans Gestänge gehängt. Normalerweise habe ich die Sachen aber im Vorzelt, also im Vorraum des Zeltes drapiert. Einfach auf den Boden, ja.

Christine Thrümer: Also du hast anscheinend jemand inspiriert, es ist mir nicht gelungen, rauszufinden, wann er angefangen hat, nach dir oder vor dir. Wahrscheinlich. Aber er macht das auch schon längere Zeit, ne? Ja. Und dann muss ich jetzt nach deiner Lektüre des Buches feststellen, du hast eine Tierbegegnung hinter dir, die ich in 2000 Übernachtungen im Set noch nicht hatte. Das ist was Besonderes gewesen, mit dem Fuchs meinst du, ne. Nein, Fuchs hatte ich natürlich auch schon, Fuchs hatte ich alles schon. Was meinst Du? Fuchs ist überhaupt kein Problem, nee, Nacktschnecken. Nacktschnecken. Ganz normal, ja, hatte ich durchaus. Ja, du hast in einem Gewächshaus übernachtet, hast du beschrieben? Ja, richtig.

Wigald Bohning: Was ist denn das? Schwippschwäger? Tante meiner Frau, ja.

Christine Thrümer: Und dann dachte ich, du hast geschrieben, du hattest die Nacktschnecken in deinem Kopf.

Wigald Bohning: Keinem Schlafsack! Ja, da gab es sehr viele Nacktschnecken, das ist jetzt auch schon Jahre her. Also ich muss mir das Buch selber mal wieder durchleden. Aber da ich mich streng an der Wahrheit orientiere, würde es wohl gewesen sein, wenn das da steht. Aber es hat sich mir jetzt nicht groß eingeprägt. Ich habe jetzt mittlerweile schon so viel mit Nackt-Schnecken zu tun gehabt. Das sind meine Freunde, also die stören mich jetzt nicht weiter. Wobei der Schleim kann natürlich unangenehm sein, richtig. Aber ich weiß ja jetzt, wie man zum Beispiel Geschirr sauber kriegt, wenn es stark verschleimt ist. Aber wo hast du denn sonst noch Kontakt mit Nacktschnecken? Beim Schwimmen? Immer mal wieder, ich hab auch einen kleinen Garten, da gibt's viele Schnecken. Natürlich auf den Fensterscheiben immer mal wieder. Stört mich jetzt aber nicht sonderlich. Also ich finde die nicht so ärgerlich wie andere Zeitgenossen.

Christine Thrümer: Ich hab die maximal immer am Zelt. Also, das heißt, du musst dann halt morgens die dann irgendwie so abschnipsen. Ja. Weil, ganz schlimmer Fehler, wenn du die nämlich vergisst und das Zett einwickelst und dann irgendwie eine Woche stehen lässt. Stinkt. Ist furchtbar. Das ist das erste Zettel. Nicht schön. Und ganz schlimm, du muss immer, also nicht nur in Australien, sondern generell vor dem Anziehen die Schuhe erst mal kontrollieren. Also in Australien ganz wichtig, dass sich da irgendwie keine Schlangen oder Skorpion oder sonst was da drin verstecken. Aber auch, ich bin einmal, war ich in den USA unterwegs, schlüpfe da so morgens in meine Schuhe, also es war auf dem Appalachian-Share, da gibt's jetzt keine giftigen Schlangen, war kein großes Problem. So und abends ich ziehe meine großen C. Und ich dachte, um Gottes Willen, da ist mir doch nix draufgefallen. Ich dachte, der Zehennagel fällt mir jetzt ab oder irgendwelche schlimmen Geschichten. Und bis mir dann, also Tage später, als mir das wieder passiert ist, gedämmert ist, ich habe einen Tausendfüßler einfach zermanscht. Also der Tausenderfüißler ist durch meinen Fuß gestorben und die färben lila ab. Und dann hatte ich wirklich so lila Zähne, also einerseits war ich glücklich, weil die Zehännagel fällten mir jetzt nicht ab. Aber einerseits war ich auch sehr traurig, dass das Tier einen solchen Tod tausend Füßen

Wigald Bohning: Das ist schade, aber das ist leider mit unserem Menschsein verbunden, dass wir manchmal Lebewesen ohne es zu wollen zertreten oder auch einatmen oder so. Das können wir leider nicht dagegen machen. Ist du denn manchmal auch diese Geschöpfe? Gehörte das auch schon mal zu deinen Prinzipien, dass man auch auf diese Weise sich der Natur annähert? Oder bist du sogar vegan oder sowas?

Christine Thrümer: Um Gottes Willen. Also wir beide haben ja ein großes Vorbild, Rüdiger Nehberg, im Gegensatz zu ihm esse ich aber keine Regenwürmer. Ja. Also ich kriege immer so wohlmeinende Kommentare meiner Fans, die aber sagen, ja, du könntest doch so nebenbei Bären pflücken, Wildkräuter sammeln, Pilze oder angeln, wo ich sage, Leute, also ich brauche ja beim Wandern pro Tag zwischen 3.000 und 4.000 Kalorien, ich muss jeden Tag 35 Kilometer schaffen. Wenn ich jetzt noch irgendwelche Blaubeeren, ich hab erst mal auf Blaubeer umgerechnet.

Wigald Bohning: Das ist schwierig.

Christine Thrümer: Bei deren Kaloriengehalt müsste ich 10 Kilo pro Tag erst mal pflücken und dann essen, um meinen Kaloriendat zu bestehen, also das ist irgendwie, das ist so ein bisschen...

Wigald Bohning: Richtig, aber ein Bekannter von mir, der hatte in seiner Bibliothek ein Buch über Notküche der Hungerjahre 45 bis 49. Das waren sehr interessante Rezepte und ich meine, dass dort auch ein Nacktschneckenrezept drin war. Also das wäre natürlich mal auch noch eine Erweiterungsvorschlag, den ich dir gerne mit auf den Weg gebe. Ich weiß nicht, wie es schmeckt. Ich habe das seltenst mal ausprobiert, aber bisher haben alle Insekten, wenn ich dann doch mal irgendwo in der Ferne oder so so was angeboten kriege, normalerweise schmeckte das eigentlich immer ganz prima. So. Ja, also man ist unfreiwillig.

Christine Thrümer: Ganz viel Mücken. Also, weil die fliegen einfach so in den Mund und also gerade wenn du jetzt im Bärengebiet unterwegs bist und irgendwie dann reden musst um die Bären abzuschrecken, Kau, machst du den Mund auf. Ja genau, in der Gegend, wo Bären unterwegs sind, ist auch leider sehr viel Möcken, das korreliert unglückseligerweise. Und dann hast du beim Singen, das ist übrigens auch ein Problem, weil du also zur Bärenabschreckung musst du ja die menschliche Stimme. Das Problem ist, wenn man jetzt nicht wie du Profisänger ist, wie viele Lieder kennst du auswendig, den ganzen Text?

Wigald Bohning: La la la singen. Ich mache immer la la. Also bei mir, und zwar unwillkürlich, fange sofort an, sobald ich in so einer Art regelmäßiger, sportlicher, also gar nicht Sport, einfach nur Bewegung an der frischen Luft, fang ich unwillkölich an, la la zu singen, damit kann ich Leute in die Weißglut treiben und das ist einer der Gründe dafür, warum ich lieber allein unterwegs bin, weil ich sonst unweigerlich zurechtgewiesen werde, von egal mit wem ich unterwegs bin. Früher oder später heißt es, halt endlich die Klappe, ich kann es nicht mehr hören. Also von daher, ich bin vor Bären sicher, aber auch vor der Gesellschaft durch andere Menschen, wenn ich unterwegs bin, weil ich so viel La La La singe und summe. Und Skatte, Skatgesang, ja.

Christine Thrümer: Also das einzige Lied, wo ich wirklich den ganzen Text auswählen konnte, war die deutsche Nationalhymne. Ja, das strengt viele ab, ja, ja. Ich hab den ganzen Bundesstaat Montana, die deutsche Nationalhymne singend durchgequält. Es hat wirklich gut funktioniert. Ich bin ja da, wahrscheinlich saßen die salutierend im Gebüsch. Ansonsten klappt dann noch mal so Halleluja, so Kirchenliederklänge. Das geht auch. Vielleicht sollte ich dein Lied, nimm mich jetzt auch, wenn ich stinke, ist ja dann sozusagen die Nationalhymn, die Hymne der Langstrengung. Wenn ich da mal den Text auswendig lerne, das könnte auch noch dazu beitragen. Könnte sein. Es sei denn, der Berg kann Deutsch.

Wigald Bohning: Dann wird er natürlich wieder eingeladen, nämlich jetzt auch, wenn ich spiele.

Christine Thrümer: Das ist natürlich fatal, aber du hast ja bei den Marathons, hast du bei den Marathonläufen gesucht?

Wigald Bohning: Ja, immer. Also wenn ich unterwegs bin, schnell, ohne dass mir auffällt, so ein Mantra-artiges vor sich hin summen, ist tatsächlich, ohne das ich es merke. Später habe ich dann irgendwelche Filmaufnahmen von mir, schaue das zu Hause durch, um den daraus resultierenden Post zu schneiden und dann stelle ich wieder fest, ach guck, du singst wieder vor dich hin. Kein Wunder, dass du da alleine bist.

Christine Thrümer: Also das ist immer der Gründe, warum ich beim Langstreben immer alleine gehe, weil wenn du jemanden dabei hast, weiß ich schon immer, wenn es den Berg hoch geht, sagt dann der andere zu dir, oh, jetzt interessiert mich doch mal deine Lebensgeschichte, erzähl doch mal, Christine, wie war das so früher? Das ist immer nur, wenn's den Berg geht. Und wenn es einen Berg runtert, dann texten sie dich zu. Also das is ganz furchtbar. Also ich kann überhaupt nicht sprechen oder singen, deswegen Bären ist total schwierig. Also ich höre dann lieber eher Podcasts oder Hörbücher und freue mich da sozusagen.

Wigald Bohning: Das kannst du schon, weil hören währenddessen fällt mir insgesamt schwer, weil schon die Ohrhörer oder was man dann so im Einsatz hat, das schwitzt dann leicht, das ist so ein Fremdkörpergefühl und ich genieße ja auch die totale, also das Zurückgeworfensein auf den Landschaftseindruck, das mag ich sehr, also wenn das gerade in so eine gepflegte Langeweile hineinlappt und ich mich... Nach Podcast sehende, dann finde ich das eigentlich ganz schön so.

Christine Thrümer: Naja, aber guck mal, ich bin ja sechs bis acht Monate pro Jahr unterwegs und irgendwann wird das dann sehr langweilig, deswegen höre ich wirklich pro Tag viel.

Wigald Bohning: Bis fünf Stunden Podcasts und Hörbücher? Man würde sonst auch völlig den Anschluss verlieren zum Weltgeschehen, wenn man eben tatsächlich einfach nur läuft dann die ganze Zeit. Das leuchtet mir ein.

Christine Thrümer: Also erstens das und zweitens, das kennst du, weil du hast ja auch diese Zeltgeschichte oder diese Streak, du warst ja immer in der Zivilisation eingebettet. Du nicht. Und ich halt eben nicht, also manchmal ist es wirklich, also du merkst schon, es wird grenzwertig, wenn du dann in so ein Dorf kommst, gehst einkaufen und es kommt dir so komisch vor die Lippen zu bewegen, also ich bin halt so da, so versteht man mich überhaupt noch und du hast dann schon Schwierigkeiten zu artikulieren, weil dir das Sprechen so abhandgekommen ist. Und das beginnt wirklich schon nach ein paar Tagen. Also das ist dir glücklicherweise verschont geblieben davon. Aber da wirst du schon richtig, richtig mischugeln, ne? Weil ich führe, führst du Selbstgespräche unterwegs? Redest du mit dir selber? Ist mir so auch noch nicht aufgefallen, nein? Nee. Ich auch nicht. Es wird dann immer so unterstellt, aber auch gar nicht. Vielleicht soll ich mir das mal angewöhnen. Also um, dass dieses Sprechen dann irgendwie nicht so schwierig wird, ne. Also, wenn du da wieder ins normale Leben zurück...

Wigald Bohning: Ja, aber ich kenne diese Unfähigkeit sich zu artikulieren, das kenne ich auch ganz ohne Dauerwanderung. Also das ist vielleicht auch altersbedingt. Ich komme irgendwo hin und muss erstmal überlegen, hm, welche Sprache, oh, jetzt mit Französisch komme ich hier nicht weit. Also da gibt es schon eine gewisse Verwirrtheit mitunter, die dazu führt, dass ich mich erst in ein Gespräch reinfinden muss, egal mit wem und unter welchen Umständen. Aber diese Fabri-

Christine Thrümer: wird, hat er aber auch eine Gemeinsamkeit. Geht es dir auch so, wenn du dann aufgewacht bist in deinem Zelt, dass du erst mal überlegen musst, hey wo...

Wigald Bohning: Bin ich jetzt eigentlich? Nein, ich hatte mich in meinem Zelt, also ich hatte ja zwei Zelte im Einsatz, in beiden fühlte ich mich nach ein paar Monaten doch sehr heimisch. Das ist überhaupt etwas, ein interessanter Effekt, den man mal sich klar machen muss. Wenn man als Vielreisender immer wieder in unterschiedlichen Hotelzimmern aufwacht, dann ist man ja immer wieder an einem Ort, den wir nicht kennen, denkt, wo sind die Lichtschalter, wo geht's zur Toilette, wie hoch ist das Bett? Und all das entfällt ja im Zelt. Man hat seine Heimat sozusagen immer mit dabei und sein Nest. Interessant wird es dann, wenn man die Luke öffnet am Morgen und rausschaut. Das war mitunter spannend. Da gab es auch oftmals große Überraschungen, musste ich feststellen. Wenn man zum Beispiel bei Nebel auf einen Berg rauf gestiegen ist und campt unterm Gipfelkreuz, war man so an der Grinnenspitze im Tannheimertal, fällt mir an dieser Stelle ein. Ich öffne morgens das Zelt und schaue von oben auf die Wolken. Das sind natürlich großartige Eindrücke, die man so beim Blick aus seinem Wohnzimmerfenster oder aus seinem Schlafzimmer Fenster nicht hat. Also das Zeld hat große Vorteile gegenüber anderen Wohnmöglichkeiten.

Christine Thrümer: Naja, ich überleg dann immer so, wenn ich morgens aufwache, also Zelt weiß ich ja, my home is my castle, also ich hab auch immer seit Jahren, seit 10 Jahren dasselbe Zelt, ich weiß auch genau, wo meine Brille liegt, das ist auch ganz wichtig, wo liegt die Brille, wo liegt, wo ist die Stirnlampe und all sowas, dann überleg ich ja in welchem Land bin ich denn jetzt eigentlich gerade oder auf welchem Trail bin ich denn, vor allem wenn dann irgendwelche komischen Geräusche um dich herum sind, sowas was könnte das sein. Ja. Also das, äh, ja. Das bringt uns jetzt zu dem Thema, was war denn so deine schrägsten nächtlichen Begegnungen? Also was ist dir so, ja, also ich zum Beispiel, ich bin mal in eine nächtliche Militärübung hineingeraten. Das habe ich ein bisschen selbst verschuldet, weil ich habe unbewusst auf einem Militärebungsplatz gezeltet. Ja. Also das passiert mit auch

Wigald Bohning: nicht mehr. Nein, so was ist mir nicht passiert. Ich hatte durchaus natürlich schon an Orten gezeltet, wo man nicht ganz fern der Menschheit war. Ich meine, es war, war das in Gotha und zwar an einem Ernst-Tehlmann-Denkmal, an dem sich an einem Samstagabend nach dem Auftritt, habe ich dort mein Zelt aufgeschlagen, und dann traf sich dort die Jugend und hat gefeiert. Und ich habe diese Gespräche alle verfolgt, anstatt zu schlafen, das war also soziologisch sehr... Spannend, ich habe viel gelernt in der Nacht, konnte aber nicht schlafen, den ganzen Jugend-Slang, den thüringischen Jugend-Slang der damaligen Epoche, den habe ich durchgehört. Bist du entdeckt worden? Von denen? Nee, komischerweise nicht, ich war abgeschirmt durch einen einzigen Busch und offenbar war es so dunkel, dass man mich nicht wahrnahm, also obwohl die Distanz waren kaum fünf Meter. Ich hatte neulich eine fantastische Nacht, da war ich mal allein unterwegs und bin eingeladen worden von einem von einem Riesenradbesitzer. Ich sollte in seinem Riesenrat übernachten und habe dann und kriegte eine kurze Einweisung mit einem iPad. Und das iPad habe ich gelernt, wo man Licht an und aus macht, was schon mal ein spannendes Erlebnis ist, wenn du nämlich Licht einschaltest und das ganze Riesen-Rad leuchtet. Das schüchtert einen selber ein, denkt man, uh, schnell wieder Licht ausmachen. Das ist sicher auch sehr viel Strom, der hier verbraucht wird. Naja und ich war dann oben und die Nacht war sehr kurz und es war auch ein bisschen dumm von mir, dass ich ausgemacht hatte, so früh wieder runter zu kommen. Ich hätte sehr gerne von dort oben den Sonnenaufgang betrachten können. Es war in der Nähe von Tauberbischofsheim. Das war meine letzte spektakuläre Nacht, also unter den besonderen Nächten denke ich mal.

Christine Thrümer: An spektakulären und ungewöhnlichen Zeltplätzen hast du mir ordentlich was voraus, war immer beiden 2000 Nächten, die sehen eigentlich immer gleich aus, weil ich liege immer irgendwo im Wald. Also spektakulär gibt's da gar nicht, also maximal ist das bei mir irgendwie so ein Plumpsklo, wo ich dann liege. Dafür hab ich irgendwie dann schrägere Begegnungen, ne? Ja, das ist auch auch was Schönes, genau. Weiß ich nicht, das Schlimmste, was mir da mal passiert ist, ist, ich wache irgendwie auf. Ich lag in Frankreich irgendwo so in der Pampa. Hatte keinen Zeltplatz gefunden, weil alles eingezäunt war. Meine letzten Versuche, auf so einem eingezähnten Weide zu übernachten, endeten damit, ich wollte grad das Zelt rausholen, dann kam dann so eine Herde Jungstiere angerannt und wollte mit mir Fangeln spielen. Die fanden da großen Gefallen dran, ich weniger, ich hatte da wirklich Angst um mein Leben, muss ich sagen. Die wollten nur spielen, aber ich sag mal, so ein Dutzend Jungstieren, wenn die mit dir spielen wollen, und du legst die auf die Nase. Ich konnte mich doch einen beherzten Sprung auf die Nachbarweide retten.

Wigald Bohning: Das hatte ich nur mal mit Shetland-Inseln. Aus Shetlands Inseln gibt es Shetlan Ponys, die frei umherstreifen. Und ich glaubte ja... Ich wollte darauf hinaus. Du fühlst dich hier reingekanniert. Ich glaube ja, dass ich in meinem vorigen Leben ein Shetlampony war. Ich kann es dir gar nicht genau sagen, warum. Wenn ich die Augen zukneife und ich denke an früher, dann sehe ich mich mit einem langen Pony vor den Augen an einer Steilküste stehen und schaue hinaus aufs Meer und sehe da ein Schweinsfall aus dem Wasser springen. Jedenfalls war ich dann auf den Shetland-Inseln und habe dort wild gezeltet und eine Herde Shetlan Ponys strich um das Zelt herum und ich habe dann auch meine Verwandten freundlich begrüßt, bin aber von einem Hengst glatt in die Schulter gebissen worden, was ein etwas rüder Tages-Einstieg war und mich vielleicht auch ein bisschen auf den Boden der Tatsachen zurückgebracht hat. Ich bin halt doch nur ein Mensch und kein Shetlampony.

Christine Thrümer: Also in meinem Fall bin ich dann, also mit dem Stier, das hab ich dann ja als Einlassen, also nicht mehr weinen. Ich hab also neben der Weide gezeltet und plötzlich hupen und rufe und pfiffen in der Nähe und ich dachte, okay, jetzt kommt die besoffene Dorfjugend an. Also mir ging wirklich Arsch auf Grundeis, also weil ich dachte so, also wenn die mich jetzt entdecken, das verheißt keinen ruhigen Schlaf, ne? Ich wollte schon flüchten und dann, als ich noch mal überlegen war, plötzlich denke ich, die Erde bebt. Erdbeben. Und das war nicht Südfrank, das war NICHT Japan. Und ich dachte, Südfra ist also nicht das Gegend für Erdbäben. Ich war stark vor Schreck, habe todesmutig das Zelt aufgemacht und dann lief das Erdbenen gerade an mich vorbei. Ich war in einen nächtlichen Schafumtrieb hineingeraten. Ah!

Wigald Bohning: Ja, das ist natürlich auch spannend.

Christine Thrümer: Also die Pfiffe und die Rufen, das war der Schäfer, der dann die Herde da und die sind nachts da umgetrieben worden, damit die tagsüber nicht das Gelände blockieren, also die Straßen blockieren. Und komischerweise, auch die haben weder die Schafe noch sonst was, haben von mir eine Notiz genommen. Also man ist quasi als Wildzelter, ist ja deine, meine Erfahrung, relativ unbe... Ja, also keiner erwartet einen und deswegen...

Wigald Bohning: Sieht einen auch niemand. Richtig, ich hatte das auch mal bei Dreharbeiten, da habe ich draußen übernachtet für die gute Nachtshow beim NDR und da kann ich mich erinnern, das Wildschweine direkt um dieses, ich hatte so eine Art Bivak mir improvisiert aus ein paar Fichtenzweigen und viel Laub und so und lag da so am Boden. Und um mich herum waren Wildschweine unterwegs und durchpflügten den Boden. Kann mich allerdings auch erinnern, dass ich da durchaus ein wenig Angst hatte. Das gehört zu den Nächten, wo ich dachte, hu, wenn die jetzt merken, dass hier ein Mensch liegt und die erschrecken sich, könnte eventuell etwas passieren. Also meine Schlaftiefe hat die Begegnung auf jeden Fall nicht verstärkt.

Christine Thrümer: Also ich kann dich beruhigen wie galt ich habe mich jetzt intensiv mit diesem thema auseinander gesetzt weil ich bekomme ja sehr viele zuschriften von Followern die dann also gerne wandern möchten Aber sie irgendwie angst haben nur auf der angst gala kommt wildschwein bei meinen folgern gleich hinter mann also ganz oben steht mann Und zum thema will schwein kann ich dich berühigen Warum sind die an einem zelt Wildschweine haben sich einfach übersehen also ich wir sind ja beide kurzsichtig ja Und Wildschweine sind noch kurzzittiger als wir, die orientieren sich an Geruch und Geräuschen. Ja. Und wahrscheinlich, weil wir beide so, nämlich jetzt, auch wenn ich stinke, da ein ordentliches Wildschwarnaroma verströmelt, fühlen sich die gleich heimisch. Aber die sehen dich einfach nicht. Normalerweise würden die abhauen, die sind eher scheu. Aber wenn du das nicht laut schnarchst, hören die dich halt nicht, und dann kommen die halt an. Das interessiert sich null. Also, die fressen keine Wiegals, die Fressen Keine Kristines. Die fressen maximal Bucheckern. Wenn du jetzt also keine Nussschokolade dabei hast, dann bist du da sicher in deinem Zelt.

Wigald Bohning: Gut zu wissen.

Christine Thrümer: Also ich bin schon von wirklich hunderten von Wildschweiden umgarnt worden. Nichts passiert. Nichts ist passiert. Ich weiß nicht, ob die jetzt da irgendwie mit mir kuscheln wollten, weil ich so lecker gerochen hab nach einer Woche ohne Dusche, aber ansonsten sind sie mir nicht zu nahe gekommen.

Wigald Bohning: Vielleicht auch reine Neugier. Also es würde ich als Wildschwein, mir würde es ja genauso gehen. Ich will ja wissen, was ist denn da los? Warum hat da jemand so eine Plane zwischen mir und sich gespannt? Das sind ja alles Faktoren, die auch das Tier interessieren. Na klar.

Christine Thrümer: Ja, und vor allem interessiert sich, was hast du dabei? Wenn ich immer nur Bucheckern und Nüsse essen würde, würd ich auch denken. Ich hatte mal einen Auftritt, da hab ich auch so grob freudig verkündet, ja, Wildschweine, die kommen nicht ins Zelt, also überhaupt kein Problem. Und dann brüllte einer nur, aber wenn du ein Kadaver bist und ich so was Kadavers, dann hab ich gelernt, ja, Wildschwale sind Aasfresser, falls du in deinem Zelt versterben solltest. Dann sieht die Sache ganz anders aus. Also das fand ich jetzt irgendwie wenig erfreulich, dass ich dann doch noch den...

Wigald Bohning: Ja, aber dann bist du ja auch tot. Also, sobald du ein Araber bist, ist das auch eine Entsorgungsmethode, die ernsthaft in Erwägung zu ziehen sein sollte. Da haben wenigstens die Wildschweine was davon. Ja, ja. Und da sind wir auch bei der Eiligwärts-Tage.

Christine Thrümer: Schlafen auch beide mit Ohrenstöpseln, weil man will auch gar nicht mitbekommen, wenn der Bär oder der alles kommt. Du kannst eh nichts tun, dann willst du wenigstens seelig versterben. Aber zum Schluss wie gerade habe ich noch eine Frage, die mich bei der Lektüre deiner ganzen Bücher irgendwie umgetrieben hat. Also wir teilen eine weitere Leidenschaft und zwar für schräge Outfits.

Wigald Bohning: Ja? Ja.

Christine Thrümer: Bei mir sind die aber eher zwangsschräg. Also zum Beispiel bin ich einmal durch Estland in Zebra-Hosen gewandert. Die habe ich mir aus dem Kick-Discounter gekauft für 3,99 Euro. Der Hintergrund war aber, ich bin in eine Bremsenplage hineingekommen. Ja. Und ich habe also alles Mögliche versucht, von Einwickeln mit Frischhaltefohle, der dich beinahe irgendwie in einen Hitschlag erlitten, weil du kannst ja nicht mehr durchschwitzen durch die Frischhaltefohle. Bremsens können zwar nicht durchstechen, also falls du mal in die Verlegenheit kommst, hilft. Aber tatsächlich das Zebra-Muster, das ist ja evolutionsmäßig das Zebras, die entwickelt haben, um stechende Insekten, also Bremse abzustechen. Also es funktioniert tatsächlich. Wenn du mal das Problem hast, Zebra kann man bei H&M kaufen, gibt es also Vollzebra-Outfits schon, klappt hervorragend so. Oder aber ich wandere auch in einem Müllsack. Also, weil viel besser belüftet als so eine Regenhose. Du kannst den Müllsack farben an der Wahl, bei mir ist das so neon-grün. Das sieht unglaublich sexy aus, so wie Ingrid Steger. Dann mach ich mir einen Schlitz ins Kleid, ich mach mir einen Schlitz ins Müllsak.

Wigald Bohning: Da erinnere ich mich spontan an einen 100-km-Lauf, an dem ich mal teilgenommen habe, in Biel. Die 100 km von Biel, eine Traditionsveranstaltung seit Jahrzehnten, großartig. Man läuft die Nacht durch. Es hat die ganze Zeit geregnet, obwohl es im Juli war, es war dann trotzdem super kalt und ich habe gefroren morgens und war entkräftet. Und dann hat der Typ, der vor mir lief, der ist einfach an den Straßenrand an einer Bushaltestelle, war ein öffentlicher Mülleimer und dann hat er den Müllsack ausgeleert und sich diesen Müllsäck übergestülpt. Ich habe noch nie einen Menschen so beneidet, der sich einen gebrauchten Müllsac über den Körper zog gegen die Kälte, wie in diesem Moment. Aber natürlich, diese Müllsäcke haben natürlich starke Isolierwirkung und wenn man sowieso schon stark riecht, ist der Müllsack jetzt auch das kleinste Problem.

Christine Thrümer: Also wie geil, ich muss dazusagen, ich hab das auch schon gemacht. Also ich hab mir mal zwei Müllsäcke dabei, also einen als Regenrock, weil besser belüftet, und einen als Liner für meinen Rucksack. So und wenn die dann kaputt geht, also die Müllsacker halten dich ewig, gerade dieser Liner im Rucksacks ist ein Problem, weil du stopfst dir da deine ganze Ausrüstung rein und dann irgendwie kriegst du da Risse und Löcher und sonst ist das Ding nicht mehr dicht. Und da guckst du halt so auf Weges ran, wenn gerade die Mülltonnen frisch geleert worden sind, die öffentlichen, und die Müllen haben da gerade einen Frisch, was weiß ich, da liegen nur drei Apfelbutzen drin oder sowas, dann habe ich da auch schon mal kurz die Müllsäcke getauscht und mir da irgendwie nachschubbeln, weil die haben da die Heavy Duty, also ich bin jetzt Müllsack-Experte, du brauchst die für die Gartenabfälle. Weil diese ganz leichten, diese dünnen, die reißen dann eher zu schnell.

Wigald Bohning: So ist es. Richtig.

Christine Thrümer: Aber meine Frage zielte auf etwas anderes ab. Ich hab auch schräge Outfits, aber halt notgedrungen. Aber du ziehst ja ... Also, grade bei deinem Schwimmstreak hab ich die sexieste Bademode überhaupt erlebt. Also, du hast sehr häufig ganz auffallende Badehauben auf. Ja. Die man eher für 80-jährige Frauen in den 50er-Jahren verortet hätte.

Wigald Bohning: Richtig, das ist verkehrssicher. Das ist natürlich, gerade wenn man Gewässer mit Booten teilt, Segler, das ist natürlich sehr gut, wenn man von denen auch gesehen wird, von Motorbooten, auch wenn die schnell unterwegs sind. Viele dieser Skipper sind ja auch stürz betrunken. Dann ist es sehr wichtig, dass man von den gesehen wird. Eine Schwimmboje ist natürlich optimal, man kann die aber auch natürlich ergänzen durch eine schöne Badekapper, die man sich auf den Kopf setzt. Außerdem hält die mitunter auch warm. Der Außenstehende lacht womöglich und sagt, wenn man jetzt im Winter ins Wasser geht, das ist doch eh sau kalt, dann ist doch auch egal, ob man eine Badekappe trägt oder nicht. Doch, das ist ein psychologisch wichtiges Moment. Die Badekappe sorgt für 0,1 Prozent mehr Wärme. Großteil geht ja über den Kopf verloren und da fühlt man sich einfach ein bisschen muckeliger, wenn so eine Kappe auf dem Kopf hat. Das ist übrigens...

Christine Thrümer: Ist auch ein Mythos, den habe ich auch immer geteilt. Ich habe das auch immer gelesen, 40% der Wärme im Kopf, das ist Quatsch, also nach neuesten Erkenntnissen. Am meisten Wärm verlierst du mit dem Bauch. Also mit dem Kopf natürlich auch. Ich würde auch immer nachts eine Mütze aufsetzen, aber bei dem Baach hast du, weil da die empfindlichen Organe sind, da verlierst auch mehr.

Wigald Bohning: Ja, aber da kriege ich die Badekappe einfach nicht drüber, der ist zu groß und muss sich den Kopf nehmen.

Christine Thrümer: Aber trotzdem, ich muss jetzt doch nochmal nach, also bei der Badekappe hast du mich jetzt also Verkehrssicherheit. Aber zum Beispiel, du warst ja beim Zelten, hattest du pinke Gummistiefel an.

Wigald Bohning: Ja, die sieht man ja auch viel schneller. Also gerade, wenn man so schwachsichtig ist wie ich, also ich verlege ja ständig irgendwelche Sachen. Es ist, ich mache mir mein Leben selber schwer, wenn ich unauffällige bäsche Kleidung, die jetzt auch im Gestrüpp nicht so gut zu erkennen ist. Mache ich mir das Leben schwer. Also ich muss schon stark kräftige Farben nehmen. Und dann bin ich immer noch auch so farbenblind, dass es mir schwerfällt zu erkennen. Ah, das sind ja meine Gummistiefel, ja.

Christine Thrümer: Ja, aber du wirst doch da jetzt in diesem Stealth Gedanken, also du willst, du hast ein tarenfarbenes Zelt und dann pinke Gummistiefel, das ist halt Widerspruch. Die pinke Stiefel habe ich ja im Zelt nach.

Wigald Bohning: Salü!

Christine Thrümer: Okay, also das würde ich auch sagen, je länger ich da unterwegs bin, also je älter man dann wird, ich versuche dann auch so wichtige Sachen irgendwie, weil bei mir ist alles schwarz irgendwie, ne?

Wigald Bohning: Ja, aber gerade beim Handy zum Beispiel. Handy ist ja ein zentraler Gegenstand heutzutage. Also da hab ich mir angewünscht, da ist Pink auch mal mindestens Pink. Neon-Farben ist serienmäßig und selbstleuchtend wäre eine Innovation. Mensch, das fällt mir jetzt gerade ein. So eine selbstleuchtene Handyhülle wäre zum Beispiel für Leute wie mich hundertprozentige Steigerung der Lebensqualität. Probier doch mal Glitzer, wenn das dann reflektiert. Ja, so was.

Christine Thrümer: ... Wenn du so eine Glitzerhülle... Ja! Okay. Also du sagst also, das wäre jetzt nicht... Ich dachte, das ist eine Form des künstlerischen Ausdrucks bei dir, dass du dann irgendwie diese Badefarbe des Bildes... Ja, aber es ist vielleicht irgendwie...

Wigald Bohning: In jungen Jahren, also ich kann mich erinnern, weil du vorhin schon H&M erwähntest, als dieser Laden neu in meiner Jugendstadt Oldenburg aufgemacht hat, da habe ich dort für 80 D-Mark wahnsinnig viel Geld, mein gesamtes Taschengeld von Monaten, habe ich mir einen Anzug gekauft, Fischgrätmuster. Und dann habe ich geholfen bei der Renovierung eines Hauses mit einer Flex, einer Schleifmaschine, und habe einen Schnitt in Höhe des Knies in diesen Anzug rein gefräst und dann habe ich mich erst sehr geärgert und dann hab ich aber aus der Wut heraus viele andere Schnitte noch diesem Kleidungsstück zugefügt und das sah dann so cool aus und dafür habe ich in der Raucherecke der Zezilen-Schule in Oldenburg viel Lob kassiert. Das sind natürlich prägende Momente. Man denkt sich dann lebenslang, das ist ein Weg, wie man besser durchs Leben geht. Wenn man zum Beispiel seine Kleidung aufschlitzt oder irgendwie anders tunnt oder man kann gleich interessante Farben auswählen. Ja, das sind so Momente, die man nie überwindet, also ich zumindest hab's nie geschafft und später hab ich dann auch praktische Vorteile festgestellt, zum Beispiel die Verkehrssicherheit.

Christine Thrümer: Äh, jetzt eine Frage hab ich da ganz zum Schluss noch. Die ersten Streaks waren ja getimt. Also, die Marathons hast du gesagt, ein Jahr lang jeden Wochenende Marathon.

Wigald Bohning: Jeden Woche immer so samstags oder freitags, genau.

Christine Thrümer: So, beim Zelten haben wir schon gelernt, Tschernobyl, also du wurdest nach Tschernobil eingeladen und endete dann. Aber der Schwimmstreak, der nimmt ja kein Ende, also, du bist jetzt bei 2300 Schießen.

Wigald Bohning: Ich komme aus der Sache schlecht raus irgendwie, also es gibt einfach nie einen Grund aufzuhören. Also das macht mir weiterhin viel Spaß. Ich bin auch schlau gewesen, dass ich nicht die Aufenthaltsdauer oder die Streckenlänge festgelegt habe und ich bin selber gespannt, woran es dann eines Tages scheitert. Also das ist eine, das finde ich wirklich voller Neugier. Sehne ich diesen Tag herbei, um zu gucken? Du sehst ihn dabei. Ja, mal gucken, was da der Grund ist. Ich bin da wirklich gespannt. Also das wird ein großes Entertainment. Wird's ein offener Bruch oder eine lebenswichtige Operation, sowas in die Richtung oder Dreharbeiten in der Wüste, aber die müssten dann schon sehr, sehr gut bezahlt sein oder keine Lust. Das ist natürlich, ich kenne mich ja, das ist eigentlich der Normal- und Regelfall, dass irgendwann eine innere Stimme sagt Schluss aus, das war's oder dass man abends feststellt, irgendwas habe ich heute vergessen. Huch, 0 Uhr 1, das wars dann.

Christine Thrümer: Also, mal gucken. Ich bin selber gespannt. Aber du hast noch kein Ende abzusehen? Du bist ... Happy Swimming ist ... Du hast nur die unterbewusste Sehnsucht, du möchtest nur wissen, was denn der Grund ist. Aber aufhören willst du dich. Das ist das Ende des Experiments. Okay. Also, Vigard, vielen Dank. Ich bin gespannt, wo wir uns dann mal schwimmend oder zeltend oder laufend irgendwie begegnen.

Wigald Bohning: Alles drei lässt sich auch wunderbar kombinieren. Also ich weiß, du bist am liebsten alleine unterwegs, aber so eine Stunde würde ich denn durchaus an deiner Seite ausharfen.

Christine Thrümer: Also zelten würde ich in jedem Fall mit dir, weil wir sind da gleich gesonnen, es kann hemmungslos sein. Wir haben beide Ohrenstöpsel, da kann nichts mehr schiefgehen. Wunderbar, sehr gerne, jederzeit. In diesem Sinne wünsche ich dir eine wunderschöne Zeit auf Mallorca. Schwimmen warst du schon. Ich würde sagen, bis zum nächsten Mal. Bis zum nächsten mal, danke dir, tschüss.

Über diesen Podcast

Die Redaktion des outdoor Magazins liebt das Leben in der freien Natur. Ob Wandern, Trekking, Bergsteigen, Klettersteige oder Kanu-Touren - wer sich fürs Outdoor-Leben irgendwo zwischen Eifel und Neuseeland interessiert, ist hier richtig. Hauptsache raus - in diesem Podcast berichten wir vom Leben draußen, erzählen unsere schrägsten, lustigsten und haarsträubendsten Erlebnisse und geben viele nützliche Tipps, die das Leben draußen angenehmer machen.

von und mit OUTDOOR Magazin

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